Die Frage stellt sich früher oder später in jedem wachsenden Unternehmen: Stellen wir einen eigenen IT-Mitarbeiter ein oder beauftragen wir einen externen Dienstleister? Beide Modelle haben ihre Berechtigung – die richtige Antwort hängt von Unternehmensgröße, Budget und konkreten Anforderungen ab.
Der Kostenvergleich im Klartext
Ein IT-Mitarbeiter mit solider Erfahrung kostet in NRW inklusive Arbeitgeberanteilen, Urlaubsanspruch und Weiterbildung realistisch zwischen 55.000 und 80.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen Kosten für Hardware, Werkzeuge, Lizenzen und ggf. Vertretungsregelungen bei Krankheit oder Urlaub.
Ein Managed Service Provider (MSP) rechnet je nach Leistungsumfang typischerweise 30–80 Euro pro Endgerät und Monat ab. Bei 30 Geräten entspricht das 10.800 bis 28.800 Euro im Jahr – mit vollem Service-Spektrum, Rufbereitschaft und mehrköpfigem Team dahinter.
Der reine Kostenvergleich fällt für viele KMU damit klar zugunsten des MSP aus. Entscheidender ist jedoch häufig die Frage der Verfügbarkeit und Expertise.
Verfügbarkeit und Reaktionszeiten
Ein interner IT-Mitarbeiter ist in der Regel tagsüber im Haus erreichbar – ein echter Vorteil bei kurzen Wegen. Aber: Was passiert bei Urlaub, Krankheit oder wenn ein kritisches Problem außerhalb der Arbeitszeiten auftritt?
Ein professioneller MSP bietet vertraglich zugesicherte Reaktionszeiten (SLAs), Rufbereitschaft und einen Helpdesk mit mehreren Ansprechpartnern. Kritische Systeme werden rund um die Uhr überwacht. Diese Verfügbarkeit ist mit einem einzelnen Mitarbeiter nicht darstellbar.
Expertise-Breite: Ein Mensch kann nicht alles wissen
IT ist kein monolithisches Fachgebiet. Netzwerksicherheit, Cloud-Infrastruktur, Microsoft 365, Backup-Strategien, Virtualisierung, Datenschutz – ein einzelner Mitarbeiter kann in keinem dieser Bereiche gleichzeitig auf dem aktuellen Stand sein.
Ein MSP bringt ein Team mit, das aus Spezialisten für verschiedene Bereiche besteht. Wenn ein Sicherheitsvorfall eintritt, sitzt nicht ein einzelner überarbeiteter Mitarbeiter am Problem, sondern ein eingespieltes Team.
Wann ist eine eigene IT sinnvoll?
Ab einer gewissen Unternehmensgröße und Komplexität der IT-Landschaft lohnt sich eigenes IT-Personal:
- Ab ca. 80–100 Mitarbeitenden mit anspruchsvoller Infrastruktur
- Bei branchenspezifischen Anforderungen (z. B. Produktion, Forschung, Entwicklung)
- Wenn interne IT-Kenntnisse zum Kerngeschäft gehören (Software-Unternehmen etc.)
Unterhalb dieser Schwelle überwiegen die Vorteile des Outsourcings in den meisten Fällen.
Hybridmodelle als pragmatische Lösung
Viele Unternehmen entscheiden sich für einen Mittelweg: Ein interner IT-Verantwortlicher oder IT-Koordinator kümmert sich um strategische Themen und ist erster Ansprechpartner im Haus. Der externe MSP übernimmt den operativen Betrieb, das Monitoring und die Sicherheitsthemen.
Dieses Modell kombiniert die Vorteile beider Welten: interne Kenntnis des Unternehmens mit externer Expertise und Kapazität.
Als Managed Service Provider für KMU in Gladbeck und dem Ruhrgebiet beraten wir offen – auch dann, wenn die Antwort lautet: „In Ihrem Fall macht ein eigener IT-Mitarbeiter Sinn.” Ehrliche Beratung ist die Grundlage einer langfristigen Zusammenarbeit.
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