Patch-Management: Warum veraltete Software das größte IT-Risiko ist

Die meisten Cyberangriffe nutzen bekannte Sicherheitslücken aus – für die es bereits Patches gibt. Warum viele Unternehmen trotzdem nicht aktualisieren und wie man das ändert.

Eine nüchterne Statistik: Laut BSI nutzen etwa 80 % aller erfolgreichen Cyberangriffe Sicherheitslücken aus, für die bereits Patches verfügbar sind. Das bedeutet: Die meisten Angriffe wären vermeidbar gewesen.

Warum werden Updates nicht eingespielt?

Wenn das so klar ist – warum laufen dann so viele Systeme veraltet?

“Wir haben gerade keine Zeit.” Updates kosten Zeit und können im schlimmsten Fall zu kurzfristigen Kompatibilitätsproblemen führen. In der täglichen Betriebshektik wird das aufgeschoben.

“Es hat doch immer funktioniert.” Solange nichts sichtbar schiefläuft, fehlt die Dringlichkeit. Das Risiko ist abstrakt.

“Unser spezielles ERP-System verträgt keine aktuellen Windows-Versionen.” Das ist ein reales Problem bei manchen Legacy-Systemen – aber es rechtfertigt kein generelles Nicht-Patchen. Es erfordert eine differenzierte Strategie.

Was passiert bei ungepatchten Systemen?

Angreifer scannen automatisiert das Internet nach bekannten Schwachstellen. Ein ungepatchter Exchange-Server, eine veraltete VPN-Appliance, ein Windows 7-PC am Netzwerk – sie alle werden innerhalb von Stunden oder Tagen gefunden und angegriffen.

Die bekanntesten Beispiele der letzten Jahre: WannaCry (2017), NotPetya (2017), die Exchange-Hafnium-Lücken (2021) – alle nutzten bekannte, gepatchte Schwachstellen aus. Ungepatchte Systeme waren massenhaft betroffen.

Wie funktioniert professionelles Patch-Management?

Inventarisierung: Welche Systeme gibt es? Welche Software läuft darauf?

Priorisierung: Kritische Sicherheits-Patches kommen sofort, Funktions-Updates werden getestet.

Test-Umgebung: Wichtige Patches werden zuerst auf einem Testsystem eingespielt – um Kompatibilitätsprobleme zu erkennen, bevor sie in der Produktion auftreten.

Automatisierung: Über ein RMM-System (Remote Monitoring & Management) werden Patches automatisch auf alle Geräte ausgerollt – zu definierten Zeiten, z.B. nachts oder am Wochenende.

Dokumentation und Reporting: Jeder eingespielt Patch wird dokumentiert. Das ist wichtig für Audits und Compliance.

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