Über 90 Prozent aller erfolgreichen Cyberangriffe beginnen mit einer Phishing-E-Mail. Trotzdem sind viele Mitarbeitende nach wie vor nicht ausreichend sensibilisiert. Wer die typischen Warnsignale kennt, schützt sein Unternehmen – denn Technik allein kann Phishing nicht vollständig abfangen.
Was ist Phishing?
Phishing ist der Versuch, über gefälschte E-Mails, Websites oder Nachrichten an sensible Daten wie Passwörter, Kreditkartennummern oder Unternehmenszugänge zu gelangen. Angreifer täuschen dabei vertrauenswürdige Absender vor – Banken, Behörden, Microsoft, DHL oder sogar Kollegen.
10 Warnsignale, die Sie sofort erkennen sollten
1. Unerwartete E-Mail von unbekanntem Absender Wenn Sie eine Nachricht erhalten, mit der Sie nicht gerechnet haben, ist Vorsicht geboten. Hinterfragen Sie, warum Sie diese E-Mail bekommen haben.
2. Dringlichkeitsdruck „Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt” oder „Sofortiger Handlungsbedarf” – künstlicher Zeitdruck soll Betroffene zur Kurzschlussreaktion verleiten.
3. Verdächtige Absenderadresse
Oft weicht die tatsächliche Absenderadresse vom angezeigten Namen ab. Ein Klick auf den Absendernamen enthüllt die echte Adresse – z. B. noreply@microsoFt-support.net statt einer legitimen Microsoft-Domain.
4. Seltsame oder verschleierte Links Bewegen Sie die Maus über einen Link, ohne zu klicken. Die angezeigte Ziel-URL in der Statusleiste verrät, wohin der Link wirklich führt. Abweichungen vom erwarteten Ziel sind ein klares Warnsignal.
5. Anhänge in ungewöhnlichen Formaten ZIP-Archive, ausführbare Dateien (.exe), Office-Dokumente mit Makros oder passwortgeschützte Archive ohne vorherige Ankündigung gehören nicht geöffnet.
6. Grammatikfehler und merkwürdige Formulierungen Viele Phishing-E-Mails enthalten auffällige Sprachfehler, ungewöhnliche Zeichensetzung oder maschinell übersetzten Text. Professionelle Unternehmen pflegen ihren Sprachstil.
7. Generische Anrede „Sehr geehrter Kunde” statt Ihres Namens deutet darauf hin, dass die E-Mail automatisiert und massenhaft verschickt wurde.
8. Aufforderung zur Dateneingabe über externe Websites Kein seriöses Unternehmen fordert Sie per E-Mail auf, auf einer Drittseite Passwörter oder Bankdaten einzugeben.
9. Angebote, die zu gut klingen Gewinnbenachrichtigungen, Gutscheine oder Steuererstattungen ohne vorherigen Kontext sind klassische Phishing-Köder.
10. Anfragen zu sensiblen Daten von „internen” Absendern Gefälschte Nachrichten von Kollegen, Vorgesetzten oder der IT-Abteilung sind besonders tückisch. Verifizieren Sie solche Anfragen immer über einen zweiten Kanal – zum Beispiel per Telefon.
Was tun, wenn man auf einen Link geklickt hat?
Keine Panik, aber schnelles Handeln ist wichtig: Trennen Sie das Gerät sofort vom Netzwerk, informieren Sie Ihre IT-Abteilung oder Ihren Dienstleister und ändern Sie betroffene Passwörter von einem anderen Gerät aus. Je früher der Vorfall gemeldet wird, desto geringer ist der Schaden.
Mitarbeiterschulungen als wirksamste Gegenmaßnahme
Technische Filter und Spamschutz helfen – aber sie sind nicht unfehlbar. Die effektivste Maßnahme gegen Phishing ist ein regelmäßig geschultes Team. Simulierte Phishing-Kampagnen, kurze Awareness-Trainings und klare Meldeprozesse senken das Risiko erheblich. Unternehmen, die regelmäßig schulen, verzeichnen deutlich weniger erfolgreiche Angriffe.
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