Warum Nachrüstung ohne Kabel möglich ist
Die häufigste Frage bei der Planung einer digitalen Schließanlage lautet: „Müssen wir die Wände aufstemmen?” Die Antwort bei SimonsVoss: Nein.
Das gesamte System funktioniert ohne Verkabelung der Schließkomponenten. Die Zylinder und Beschläge sind batteriebetrieben – mit Laufzeiten von typischerweise zwei bis vier Jahren pro Einheit. Die Kommunikation zwischen Transponder und Schloss erfolgt per Funk (WaveNet oder Bluetooth), die Verwaltung läuft über das LSM (Locking System Management) auf einem zentralen Computer.
Das ist der Kernvorteil gegenüber verkabelten Zutrittskontrollsystemen: keine Eingriffe in die Bausubstanz, keine Kabelkanäle, keine Tagesbaustellen im laufenden Betrieb.
Welche Türen sich eignen
SimonsVoss-Komponenten sind für die meisten Standard-Türen ausgelegt. Geeignet sind:
- Holztüren mit Profilzylinder-Aufnahme (DIN-Norm)
- Metalltüren mit entsprechendem Beschlag
- Glastüren mit geeignetem Griffsystem
- Außentüren mit wetterfesten Komponenten
Nicht jede Tür ist ohne Anpassung nachrüstbar – insbesondere historische Gebäude oder Türen mit ungewöhnlichen Maßen erfordern manchmal spezielle Lösungen. Eine professionelle Bestandsaufnahme vor Ort klärt das im Detail.
Was ausgetauscht werden muss
Das ist der entscheidende Punkt: Bei der Nachrüstung mit SimonsVoss werden in den meisten Fällen nur die Schließkomponenten ausgetauscht – also der Zylinder oder der Beschlag. Das Türblatt, der Rahmen und die restliche Beschlagtechnik bleiben unverändert.
Konkret bedeutet das:
- Profilzylinder werden durch SimonsVoss Digital Cylinder ersetzt (gleiche Einbaumaße wie Standard-Profilzylinder)
- Türbeschläge werden durch SimonsVoss Smarthandles ersetzt, wenn kein Zylinder verbaut ist
- Transponder werden für alle Nutzer neu angelegt (die alten Schlüssel entfallen)
Wer heute fünfzehn Türen mit mechanischen Schließzylindern hat, braucht morgen fünfzehn digitale Zylinder, ein LSM auf einem PC und Transponder für alle Mitarbeiter.
Schritt-für-Schritt: Ablauf einer Nachrüstung
1. Bestandsaufnahme: Alle Türen werden aufgenommen – Anzahl, Türtyp, Zylindermaße, besondere Anforderungen. Daraus entsteht ein Schließplan.
2. Projektplanung: Das LSM wird konfiguriert, Berechtigungsgruppen werden definiert, Zeitprofile werden festgelegt. Wer öffnet welche Tür zu welcher Zeit?
3. Montage: Die alten Zylinder werden ausgebaut, die neuen SimonsVoss-Zylinder eingesetzt. Je nach Türenanzahl dauert das einen halben bis einen Arbeitstag – oft ohne Schließung des Betriebs.
4. Inbetriebnahme und Programmierung: Die Zylinder werden per Programmiergerät oder Bluetooth-Schnittstelle mit dem LSM verbunden. Transponder werden programmiert und ausgegeben.
5. Schulung: Mitarbeiter und Administratoren werden in die LSM-Nutzung eingewiesen – Berechtigungen verwalten, Transponder sperren, Protokolle auswerten.
Kosten und Zeitaufwand
Die Kosten einer Nachrüstung hängen von der Anzahl der Türen und dem Systemumfang ab. Als Orientierung: Ein digitaler Profilzylinder liegt bei 200 bis 400 Euro, dazu kommen Transponder (30 bis 80 Euro pro Stück) und einmalige Installationskosten.
Für ein Unternehmen mit zehn Türen und fünfzehn Mitarbeitern ist die Nachrüstung typischerweise an einem Tag abgeschlossen – ohne Baumaßnahmen, ohne Baulärm, ohne Betriebsunterbrechung.
Sie wollen auf digitale Schließtechnik umsteigen? VIOCOM plant und installiert SimonsVoss-Anlagen in Gladbeck und dem Ruhrgebiet – sprechen Sie uns an.
Benötigen Sie Unterstützung?
VIOCOM berät KMU im Ruhrgebiet – persönlich, transparent und ohne versteckte Kosten.
Jetzt Kontakt aufnehmenVIOCOM GmbH · Am Wiesenbusch 2, 45966 Gladbeck · +49 2043 37520