Eine digitale Schließanlage ist keine Plug-and-play-Lösung. Wer ohne Planung beginnt, steht schnell vor unerwarteten Herausforderungen: falsch positionierte Zylinder, unklare Berechtigungsstrukturen oder eine Software, die niemand bedienen kann. Mit der richtigen Vorbereitung wird das Projekt zum Erfolg – von der ersten Bedarfsanalyse bis zur Übergabe.
Schritt 1: Bedarfsanalyse – Wer braucht Zutritt wohin?
Am Anfang steht die Frage, die viele überspringen: Wer soll welche Tür zu welcher Zeit öffnen können? Die Antwort ist oft komplexer als erwartet.
Erstellen Sie eine Liste aller relevanten Türen und ordnen Sie diesen Zugangsgruppen zu: Mitarbeitende, Reinigungsdienst, externe Dienstleister, Führungskräfte, Kunden. Überlegen Sie, welche Türen zu welchen Zeiten zugänglich sein sollen und wo Zutrittsprotokollierung erforderlich ist – etwa für Serverräume oder Bereiche mit sensiblen Daten.
Diese Übersicht ist die Grundlage für alles Weitere.
Schritt 2: Zonenplanung
Aus der Bedarfsanalyse entsteht ein Zonenmodell. Typische Zonen in einem Bürogebäude:
- Zone 0: Außenzugang (Eingang, Parkhaus)
- Zone 1: Allgemeine Büroflächen
- Zone 2: Sensible Bereiche (Buchhaltung, Lager)
- Zone 3: Hochsicherheitsbereiche (Serverraum, Tresorraum)
Je Zone wird festgelegt, welche Berechtigungsgruppen Zutritt erhalten. Sauber definierte Zonen sparen später Zeit bei der Benutzerverwaltung erheblich.
Schritt 3: Wahl der Hardware
SimonsVoss bietet verschiedene Hardwarekomponenten für unterschiedliche Anforderungen:
Digitale Zylinder ersetzen mechanische Zylinder in Standardtüren – ohne Kabelaufwand, batteriebetrieben, für innen und außen geeignet.
Wandlesegeräte (SmartHandle, WaveNet-Reader) eignen sich für repräsentative Eingangsbereiche oder Türen, die häufig genutzt werden und eine Echtzeit-Verbindung benötigen.
Codetastaturen und PIN-Pads sind sinnvoll für Bereiche, in denen Personen ohne Transponder Zutritt benötigen (z. B. Besucher mit temporärem PIN).
Die Hardwarewahl hängt vom Türtyp, der Nutzungsfrequenz und dem gewünschten Komfort- und Sicherheitsniveau ab.
Schritt 4: Software und Verwaltung (LSM)
Die SimonsVoss-Software LSM (Locking System Management) ist das Herzstück der Anlage. Hier werden Zylinder, Transponder und Berechtigungen verwaltet. Eine durchdachte Software-Konfiguration spart im laufenden Betrieb erheblich Zeit.
Wichtige Fragen vorab: Wer administriert die Anlage im Betrieb? Wie sollen Änderungen an Berechtigungen ablaufen? Soll die Software lokal oder serverbasiert betrieben werden? Ist eine Echtzeit-Anbindung via WaveNet gewünscht?
Für mittelgroße Anlagen empfiehlt sich ein zentraler LSM-Server mit netzwerkbasierter Programmierung.
Schritt 5: Schulung der Verantwortlichen
Eine gute Anlage ist nur so gut wie ihr Administrator. Mindestens eine, besser zwei Personen im Unternehmen sollten in der LSM-Software geschult sein: Transponder hinzufügen, sperren und löschen; Berechtigungen anpassen; Protokolle auswerten; Batteriewechsel durchführen.
Ohne diese Schulung entstehen Abhängigkeiten vom Errichter für jede Kleinigkeit.
Typische Fehler bei der Planung
- Zu wenige Transponder einkalkuliert: Immer Reserve für neue Mitarbeitende und Ersatz einplanen.
- Batterielaufzeit vergessen: Zylinder an stark frequentierten Türen entleeren Batterien schneller.
- Kein Notfallkonzept: Was passiert bei Stromausfall oder Systemausfall? Notfallzylinder oder mechanische Generalschlüssel müssen geplant sein.
- Datenschutz nicht berücksichtigt: Zutrittsprotokolle enthalten personenbezogene Daten und fallen unter die DSGVO. Aufbewahrungsfristen und Zugriffsrechte müssen geregelt sein.
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