Digitale Schließzylinder von SimonsVoss bieten bereits ohne Netzwerkanbindung erhebliche Vorteile gegenüber mechanischen Schlössern: keine Schlüssel, individuelle Berechtigungen, Zutrittsprotokolle. Doch das volle Potenzial entfalten sie erst, wenn sie in Echtzeit mit einer zentralen Verwaltung verbunden sind. Genau das leistet WaveNet.
Offline vs. Online: Was der Unterschied bedeutet
Eine klassische digitale Schließanlage arbeitet im Offline-Betrieb. Berechtigungsänderungen werden über den Transponder übertragen: Der Nutzer steckt seinen Transponder an ein WaveNet-Netzknoten oder ein spezielles Schreiblesegerät, die Anlage synchronisiert – und erst dann gilt die neue Berechtigung am Zylinder.
Das ist für viele Anwendungsfälle völlig ausreichend. Wer jedoch eine Berechtigung sofort – also ohne Transponder-Rücklesen – sperren muss, stößt an Grenzen. Gleiches gilt für Unternehmen, die einen lückenlosen, zeitgenauen Audit-Trail benötigen oder Türen aus der Ferne öffnen wollen.
WaveNet löst genau diese Anforderungen: Es verbindet die Schließzylinder drahtlos zu einem Funknetzwerk und ermöglicht so die Echtzeitkommunikation mit der Verwaltungssoftware.
Wie WaveNet technisch funktioniert
WaveNet basiert auf einem proprietären 868-MHz-Funknetz. Netzknoten (sogenannte WaveNet-Router oder Access Points) werden im Gebäude verteilt und bilden ein Mesh-Netzwerk. Jeder digitale Zylinder kommuniziert mit dem nächstgelegenen Knoten.
Die Netzknoten sind per Ethernet oder WLAN mit dem lokalen Netzwerk verbunden und von dort mit der SimonsVoss-Software (Digital Locking System 3060 oder Cloud-Lösung) erreichbar. Systemadministratoren können Berechtigungen in der Software ändern – und diese Änderung liegt innerhalb von Sekunden am Zylinder vor.
Vorteile der Online-Anbindung
Echtzeit-Sperrung: Verliert ein Mitarbeiter seinen Transponder oder verlässt das Unternehmen, wird die Berechtigung sofort entzogen – ohne physischen Kontakt zur Schließanlage oder dem Transponder.
Lückenloser Live-Audit-Trail: Jede Zutrittshandlung wird in Echtzeit in der Verwaltungssoftware protokolliert. Das ist besonders relevant für datenschutzrechtlich sensible Bereiche oder versicherungsrechtliche Anforderungen.
Remote-Öffnung: Berechtigte Nutzer können Türen aus der Ferne freigeben, etwa für Lieferanten oder Servicetechniker – ohne vor Ort sein zu müssen.
Zustandsüberwachung: Online-fähige Zylinder melden Batteriezustände und Systemstörungen proaktiv – kein unerwarteter Ausfall mehr.
Technische Voraussetzungen
Für WaveNet benötigen Sie SimonsVoss-Komponenten, die WaveNet-fähig sind (nicht alle Zylinder-Generationen unterstützen es), Netzknoten in ausreichender Dichte im Gebäude sowie eine Ethernet- oder WLAN-Anbindung dieser Knoten. Die Planung der Knoten-Positionierung ist entscheidend: Zu große Abstände führen zu Verbindungsabbrüchen, Betonwände und Stahlträger können das Funksignal dämpfen.
Wann sich WaveNet lohnt
WaveNet ist besonders sinnvoll für:
- Größere Objekte mit vielen Türen und häufig wechselnden Berechtigungen
- Unternehmen mit Datenschutzbedarf (z. B. Serverräume, Arztpraxen, Anwaltskanzleien)
- Betriebe mit externen Dienstleistern, die temporäre Zutritte benötigen
- Objekte mit Fernöffnungsbedarf (Empfang ohne Rezeptionspersonal)
Für kleine Objekte mit stabilen Berechtigungsstrukturen und wenigen Nutzern ist der Aufwand für WaveNet oft nicht gerechtfertigt – hier reicht Offline mit gelegentlicher Synchronisation.
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